Virtuelle Glücksspielanbieter wie Lottoland und Tipico mussten sich bislang keine Sorgen machen: Illegale Spiele wurden kaum strafrechtlich verfolgt. Das ändert sich jetzt.

Das Areal „Ocean Village“ in Gibraltar ist eines dieser Orte, von denen aus man die deutschen Behörden anscheinend bedenkenlos zum Narren halten kann. Eine kleine Promenade führt entlang an Restaurants, auf einer fest verankerten Superyacht sind ein Luxushotel und Spielcasino eingerichtet. Seit einigen Jahren ragen vom Ufer des kleinen Yachthafens drei hölzerne Gebäude ins Wasser, die von oben aussehen sollen wie Segel. Von dort steuert Lottoland einen Großteil seiner Geschäfte: virtuelle Wetten auf den Ausgang von Lotterien, Online-Rubellose, Automatenspiele mit Geldgewinn. Eine Spielbude unter vielen im Netz, mit der Besonderheit, dass allein deutsche Spieler einen dreistelligen Millionenbetrag pro Jahr für Lotto-Tipps und andere Angebote bei dem Unternehmen ausgeben. Vor allem für Kopien der Klassiker wie „6 aus 49“.   …weiterlesen